FDJ: „Nicht nur unsere Genossen waren im Visier“

jW-Interview mit FDJ-Zentralratsmitglied Terry Sch.

Am 10. Januar hat die Berliner Polizei unter dem Vorwand, das Zeigen von angeblich illegalen FDJ-Symbolen unterbinden zu wollen, die Luxemburg-Liebknecht-Demonstration angegriffen. Wie bewerten Sie diesen Vorgang?

Ich denke, man kann klar sehen, dass der Plan war, eine aufgrund der Coronapandemie sehr kleine Demonstration anzugreifen und zu schwächen. Und da hat sich die Polizei jemanden im Vorfeld ausgesucht. Der Vorwand waren wir, getroffen hat es alle. Man hat die Gelegenheit gesehen, einen Angriff zu starten. Das hat man sich in den Vorjahren in dieser Form nicht getraut.

Es gab mehrere Verletzte und etwa 30 Festnahmen. Darunter dürften viele Sympathisanten oder Mitglieder der FDJ gewesen sein. Wie geht es den Betroffenen?

Etwa die Hälfte der Festgenommenen gehört zu uns. Es waren aber keineswegs nur unsere Genossen im Visier der Polizei. Das hat man bei den Prügelszenen gemerkt, da sind wir teilweise gar nicht beachtet worden. Es ist vor allem auch versucht worden, Menschen, die uns geschützt haben, rauszuziehen. Ich weiß von Schrammen und Blessuren in unseren Reihen und von einem türkischen Genossen, der ins Krankenhaus musste.

weiterlesen bei der jungen Welt