Vorläufiges Resumee der Repression gegen Blockupy

Der Aktionstag von Blockupy in Berlin am 2. September war von massiver polizeilicher Repression überschattet. Schon am frühen Morgen, als Aktivist*innen das Ministerium für Arbeit und Soziales blockierten, zeigte der Berliner Polizeiapparat sein übliches Gesicht: völlig unprovoziert setzten die eingesetzten Bullen Unmengen an Pfefferspray ein und verprügelten Genoss*innen mit Schlagstöcken und verstärkten Handschuhen, bis die ersten Pressevertreter*innen eintrafen. Man kann davon ausgehen, dass die von der bürgerlichen Presse gemeldeten drei verletzten Bullen sich selber mit Pfefferspray eingedeckt haben, als sie die Kreuzung Wilhelmstr/An der Kolonnade einnebelten.

Schon vorher waren Busse auf dem Weg nach Berlin aufgehalten und durchsucht worden. Im Laufe des Tages wurden nach offiziellen Angaben 52 Menschen festgenommen, die nach unseren Informationen alle wieder draußen sind. Einem Großteil der in Gewahrsam genommenen wurden nicht einmal strafrechtliche Vorwürfe gemacht. Nach zehn Stunden in Gewahrsam wurde ihnen lediglich ein Platzverweis für die legal angemeldeten Demonstrationen des Nachmittags erteilt – die Festnahmen am frühen Morgen waren also offensichtlich vollkommen willkürlich. Auffälig ist wieder mal, das sehr viele junge Genoss*innen betroffen waren. Minderjährige wurden so teils den ganzen Tag auf der Wache behalten.

 

Die Berliner Polizei hat heute versucht durch ihre brutale Gewalt und willkürliche Festnahmen ein Schreckensszenario aufzubauen und ein komplett überzogenes Polizeiaufgebot nachträglich zu legitimieren. In der Realität waren es aber mal wieder die Bullen, die in Berlin für zahllose Verletzte verantwortlich waren.

 

Unsere Solidarität gilt allen Betroffenen, die heute die Bullenknüppel zu spüren bekommen haben und/oder festgenomen wurden. Falls Ihr im Nachgang Strafbefehle oder andere Post von Bullen oder Staatsanwaltschaft bekommt, meldet euch bei eurer lokalen Rote Hilfe Gruppe oder anderen Antirepressionsstrukturen.

 

Unsere Solidarität gegen ihre Repression

 

Rote Hilfe OG Berlin